Das Oreste-Wrack ist einer der beliebtesten Tauchplätze und erhält während der Saison die meisten Anfragen! 😄 Wir lieben diesen Tauchgang ebenfalls, aber bitte beachte, dass dieser Tauchplatz ausschließlich für Advanced Open Water Diver oder höher qualifizierte Taucher mit mindestens 15 Tauchgängen zugänglich ist. Aufgrund der anspruchsvollen Natur dieses Tauchgangs und der Lage des Wracks ist ein Abstieg entlang eines Seils ins Blaue bis auf 30 Meter erforderlich.
Zusätzlich verlangen wir von allen Gästen, selbst Dive Mastern, dass sie zuerst einen Tauchtag mit uns an einem anderen Tauchplatz absolvieren. Dies stellt sicher, dass sowohl wir als auch du mit deinem Luftverbrauch, deiner Tarierung, dem Druckausgleich und deiner Ausrüstung vertraut sind. Unter Wasser hat Ego keinen Platz, also nimm die gut gemeinten Ratschläge unserer Instruktoren an – sie dienen deiner eigenen Sicherheit und der Sicherheit aller anderen.
Nun zum Oreste-Wrack:
Das Wrack, das lange namenlos war, war den lokalen Fischern und später auch Tauchern bekannt. Es gab wenig Informationen zur Identität des Wracks, bis es erstmals in dem Buch „Lost Commercial Ships – Italian Navy in World War II“ erwähnt wurde, das Einblicke in seine Geschichte lieferte.
Das Schiff wurde ursprünglich 1896 unter dem Namen Morby in der Ropner & Sin-Werft gebaut. 1926 wurde es von seinem neuen Besitzer, Mateo Scuderia aus Catania, in Oreste umbenannt. Während des Zweiten Weltkriegs war es in Privatbesitz. Am 27. März 1942 lief die Oreste auf eine Unterwassermine und sank innerhalb von zwei Stunden. Das Schiff war auf dem Weg von Split (Kroatien) nach Bar (Montenegro). Über die Opfer des Unglücks gibt es nur wenige Informationen.
Das Wrack liegt relativ aufrecht auf einem sandigen Grund in 32 Metern Tiefe. Es wurde erstmals 1955 von der jugoslawischen Bergungsfirma „Brodospas“ untersucht.
Durch die Explosion wurde das Schiff in zwei Teile gespalten, die etwa 20 Meter voneinander entfernt liegen. Der Rumpf ist gut erhalten. Am Heck sind die Schacht-Tunnel noch sichtbar. Fast intakte dampfbetriebene Ladewinden sind über das Deck verteilt. Überreste der Dampfmaschine ragen aus dem Schiffsrumpf heraus. Auf verstreuten Teilen der Kommando-Brücke sind die Steuermechanismen, die für Schiffe dieser Epoche typisch waren, gut erkennbar. Die Kombüse ist besonders gut erhalten und zeichnet sich durch einen markanten Herd aus.
Leider war das Wrack Opfer von Vandalismus, da Taucher Schiffsinstallationen und Teile der Struktur entfernt haben. Trotz allem bleibt die Oreste eines der meistbesuchten und beliebtesten Wracks in Montenegro. Sowohl lokale als auch internationale Tauchzentren besuchen das Wrack regelmäßig in den Sommermonaten.
